{"id":103,"date":"2025-08-10T19:54:50","date_gmt":"2025-08-10T17:54:50","guid":{"rendered":"https:\/\/mgv-eintracht-kleinenbroich.de\/?page_id=103"},"modified":"2025-08-10T20:00:36","modified_gmt":"2025-08-10T18:00:36","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mgv-eintracht-kleinenbroich.de\/?page_id=103","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-post-author\"><div class=\"wp-block-post-author__avatar\"><img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/eb891d590b1a1ae82044188becd34a1829bf0eae7ef81017d8807d8f36ef1e37?s=48&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/eb891d590b1a1ae82044188becd34a1829bf0eae7ef81017d8807d8f36ef1e37?s=96&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-48 photo' height='48' width='48' \/><\/div><div class=\"wp-block-post-author__content\"><p class=\"wp-block-post-author__name\">Norbert Wirtz<\/p><\/div><\/div>\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung des Vereins f\u00e4llt in das Jahr 1854. Darauf weist die Vereinsfahne mit der entsprechenden Jahreszahl hin. Wie bei vielen \u00e4lteren Vereinen lassen sich diese Zahlen nicht immer genau belegen.<\/p>\n\n\n\n<p>So erw\u00e4hnt Hubert K\u00f6hnen in seinem Heimatbuch &#8211; aus dem nachfolgend zitiert wird &#8211; einen S\u00e4ngerwettstreit im Jahre 1850 im alten Rittersaal des Schlosses Liedberg, an dem zwei Kleinenbroicher M\u00e4nnerch\u00f6re teilgenommen haben, deren Dirigenten mit Herr Renz und Herr Bauer angegeben waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Herr Renz war der Lehrer Bernhard Renzel gemeint, der unserem Chor anfangs vorstand. Herr Renzel war von 1841 &#8211; 1880 Hauptlehrer in Kleinenbroich; von ihm ist \u00fcberliefert, dass er sehr musikalisch gewesen sei und den Gesangsunterricht in der Schule mittels einer Konzertfl\u00f6te erteilte, die er auch beim Einstudieren der Chorstimmen benutzte.<br>Herr Renzel gab das Dirigat schon bald an den 2. Lehrer Anton Schmitt ab, der hier von 1846 &#8211; 1871 wirkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser wurde schon nach kurzer Zeit durch den Cellisten Franz-Josef Baues abgel\u00f6st. Er war der eingangs erw\u00e4hnte Herr Bauer vom S\u00e4ngerwettstreit in Liedberg. Herr Baues war somit Leiter beider Kleinenbroicher Ch\u00f6re.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name unseres Chores lautete anfangs Gesangverein &#8222;C\u00e4cilia&#8220; Kleinenbroich, so nachzulesen in den \u00e4ltesten noch erhaltenen Statuten aus dem Jahre 1864. Der Dirigent hie\u00df zu diesem Zeitpunkt Robert Jordans. Wann der Namenswechsel zu MGV &#8222;Eintracht&#8220; erfolgte, ist datumsm\u00e4ssig nicht mehr genau zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Robert Jordans blieb Dirigent, bis er eine Anstellung in M\u00f6nchengladbach bekamm. Er war Organist in der Pfarr- und M\u00fcnsterkirche sowie Gesangslehrer am Gymnasium. Er gr\u00fcndete 3 weitere Ch\u00f6re in M\u00f6nchengladbach und dort auch die Klavierhandlung Jordans. Er war damals einer der f\u00fchrenden Pers\u00f6nlichkeiten im M\u00f6nchengladbacher Musikleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Chor probte in der Gastwirtschaft &#8222;Zur Post&#8220; Hochstra\u00dfe \/ Ecke Hohe Br\u00fccke, welche der Familie Jordans geh\u00f6rte, im Volksmund &#8222;Franze&#8220; genannt; daher hie\u00df der Chor im Ort lange Zeit nur &#8222;der Franze-Verein&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachfolger von Robert Jordans wurde 1879 sein Bruder Rudolf, ein erfahrener Musiker. Bei Rudolf Jordans handelte es sich um den Vater von Musikdirektor Richard Jordans, von dem in dieser Chronik noch die Rede sein wird. Rudolf Jordans verstand es seinerzeit, dem Verein leistungsm\u00e4ssig Auftrieb zu geben. Durch gelungene Konzerte und sonstige Veranstaltungen sicherte er dem Chor die Sympathie der Kleinenbroicher B\u00fcrger. In die Zeit seiner Chorleitert\u00e4tigkeiten fielen auch die Jubil\u00e4umsveranstaltungen zum 50- und 60-j\u00e4hrigen Bestehen des Chores.<br>Der Vereinsfestschrift anl\u00e4sslich des 75-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums ist zu entnehmen, dass die Jahre 1904 bis 1914 f\u00fcr den Chor \u00e4u\u00dferst erfolgreich waren. Diese g\u00fcnstige Entwicklung wurde durch den Kriegsausbruch im August 1914 j\u00e4h unterbrochen. Der Dirigent Rudolf Jordans starb pl\u00f6tzlich am 3. Dezember 1914.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Chor nahm 1918 nach 4-j\u00e4hriger Zwangspause die Arbeit wieder auf. Lehrer Heffels aus Korschenbroich wurde Chorleiter.<br>Diese Aufgabe \u00fcbernahm 1920 Richard Jordans, der dem Verein schon seit 1907 angeh\u00f6rte. Eine neue \u00c4ra begann f\u00fcr den Chor.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Vater, Rudolf Jordans, hatte den Verein bereits zu einer gewissen Leistungsh\u00f6he gef\u00fchrt. Sein Sohn Richard \u00fcbertraf ihn noch. Er verhalf dem Chor zu einem Ansehen, das weit \u00fcber die Grenzen von Kleinenbroich hinausging. Einladungen von Vereinen aus den St\u00e4dten wie Neuss, M\u00f6nchengladbach und D\u00fcsseldorf belegen dies. Es wurden eindrucksvolle Erfolge registriert.<br>Ereignisse besonderer Bedeutung waren noch das Jubelfest anl\u00e4sslich des 75-j\u00e4hrigen Bestehens am 27., 28. und 29. Juli 1929 und das 80-j\u00e4hrige Vereins-Jubil\u00e4um am 17. und 18. November 1934.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch einmal wurde das Vereinsleben durch einen Krieg unterbrochen. Nach sechs schweren Jahren mit viel Kummer und Leid des 2. Weltkriegs wurde der Verein im Herbst 1945 wieder aktiv. Acht Mitglieder hat der Chor durch die schrecklichen Geschehnisse verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es schnell wieder aufw\u00e4rts. Die ersten Nachkriegsjahre wurden zu einer Glanzzeit. Nicht nur gesangliche Erfolge, sondern auch sonstige gut gelungene Veranstaltungen hoben ganz betr\u00e4chtlich das Ansehen des Chores. Von einigen dieser Erfolge sei kurz die Rede:<\/p>\n\n\n\n<p>Am 20. Juli 1947 in Vorst bei Krefeld errang die &#8222;Eintracht&#8220; im Klassen-, Hauptehren-, Ehren- und H\u00f6chstehrensingen jeweils den 2. Preis bei sch\u00e4rfster Konkurrenz.<br>In Viersen konnte der Chor am 1. August 1948 bei einem S\u00e4ngerwettstreit den 2., 3., 4., und 5. Preis mit nach Kleinenbroich nehmen.<br>Bei einem Wettstreit am 17. Juli 1949 in Straberg geh\u00f6rten wir wiederum zu den Besten.<br>Am 12. M\u00e4rz 1950 qualifizierte sich der Verein beim Kreisleistungssingen zum Bezirkssingen.<br>W\u00e4hrend eines 3-t\u00e4gigen Ausfluges nach Vallendar beteiligten wir uns an einem Wettstreit. Von hier nahmen wir den 1. Preis beim Klassen- und Ehrensingen sowie den 3. Preis beim H\u00f6chstehrensingen mit nach Hause, ausserdem wurde der Dirigentenpreis bei h\u00f6chster Punktzahl gewonnen. Diese Gewinne machten die Rheinfahrt zu einem unvergesslichem Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Jahre nutzte der Verein mit Vorbreitungsarbeiten f\u00fcr die 100 &#8211; Jahrfeier. Die Ehrentafel f\u00fcr die Gefallenen wurde umgearbeitet und erg\u00e4nzt, die wertvolle Vereinsfahne restauriert. Mit einer Festwoche vom 10. bis 18. Juli 1954 wurde dann das 100-j\u00e4hrige Bestehen des M.G.V. &#8222;Eintracht&#8220; gefeiert. Die Kleinenbroicher B\u00fcrgerschaft beteiligte sich sehr rege. Ein umfangreiches Festbuch erschien, dass seinerzeit 44 Personen als aktive und 83 als f\u00f6rdernde Mitglieder auswies.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren verringerte sich die Zahl der aktiven Mitglieder wesentlich. Einige S\u00e4nger zogen sich altersbedingt zur\u00fcck. In dieser Zeit erkrankte unser Chorleiter Richard Jordans sehr schwer, was den Probebetrieb stark beeintr\u00e4chtigte. Aushilfsweise sprang Herr Theo Drever aus Pesch ein. Im Februar 1959 riss der Tod des musikalischen Leiters Richard Jordans eine gro\u00dfe L\u00fccke auf. Fast 40 Jahre hatte diese bekannte Pers\u00f6nlichkeit das Vereinsgeschehen massgeblich beeinflusst und gro\u00dfe Erfolge mit uns erzielt. Der Chor schien diesen Verlust nicht verkraften zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass er trotzdem diesen Tiefpunkt \u00fcberwinden konnte, verdankt er einigen S\u00e4ngern, die auch heute noch nicht zu ersetzen sind. Die Leitung des Chores \u00fcbernahm bis August 1959 Theo Drever. Im September 1959 wurde Joh. Martin Sentis aus Neuss &#8211; Reuschenberg Chorleiter. Bei der Jahreshauptversammlung 1960 gab der seit vielen Jahren amtierende 1. Vorsitzende, Martin Maa\u00dfen, die Verantwortung in j\u00fcngere H\u00e4nde. Was er bis dahin f\u00fcr die &#8222;Eintracht&#8220; leistete, ist einfach unbeschreiblich. Um seine Verdienste nach au\u00dfen hin zu w\u00fcrdigen, w\u00e4hlte der Chor ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Die Nachfolge als 1. Vorsitzender trat am 11.3.1960 Heinz Nilgen an, ein bew\u00e4hrtes Mitglied seit vielen Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfreulicherweise konnten wir in den kommenden Jahren den Mitgliederverlust durch zahlreiche neue S\u00e4nger voll ausgleichen. Unser Chor gewann wieder an Bedeutung. Am 10. Dezember 1965 schied Joh. Martin Sentis als Dirigent aus. Ab Januar 1966 \u00fcbernahm Herr Heinrich Jan\u00dfen die musikalische Leitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Leistungssteigerung infolge dieses Wechsel war unverkennbar. Nach mehrj\u00e4hriger Pause fand wieder ein Ausflug statt, allj\u00e4hrliche Familienfeste wurden organisiert. 1968 wagten wir uns mit einer karnevalistischen Sitzung an die \u00d6ffentlichkeit. Im Mai 1968 gab Herr Jan\u00dfen seinen Posten als Chorleiter aus Gesundheitsgr\u00fcnden ab. Die T\u00e4tigkeit setzte seitdem Chorleiter ADC, Johannes Br\u00f6ckers, aus M\u00f6nchengladbach mit viel Erfolg fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende 1968 stand Heinz Nilgen als Vereinsvorsitzender nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Fast neun Jahre hatte er den Chor meisterhaft gef\u00fchrt. Am 27. Dezember 1968 wurde Kurt Maa\u00dfen, Sohn des Ehrenvorsitzenden Martin Maa\u00dfen, mit der Vereinsf\u00fchrung beauftragt. Mit dem Jahre 1969 begannen die gro\u00dfen Konzertreisen, welche im Rhythmus von 2 Jahren durchgef\u00fchrt wurden. So f\u00fchrten uns die Fahrten in alle Gegenden der Bundesrepublik Deutschland inklusive der neuen Bundesl\u00e4nder als auch in das benachbarte Ausland, wie:<\/p>\n\n\n\n<p>Frankreich &#8211; Paris, Carbonne, Stra\u00dfburg, Colmar<br>Italien &#8211; Ala, Venedig,<br>\u00d6sterreich &#8211; S\u00f6ll, Abtenau, Salzburg, Nassereith, Klein Walsertal<br>Holland &#8211; Twisk, Ijsselmeer<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang sei erw\u00e4hnt, dass unsere Reisen zu engen Freundschaften f\u00fchrten, die sich darin \u00e4u\u00dfern, dass der Chor &#8222;Blaue Schwerter&#8220; aus Mei\u00dfen und der Trienter Bergsteigerchor &#8222;Coro Citta di Ala&#8220; unser 150-j\u00e4hriges Jubil\u00e4umskonzert mitgestalten haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Klarheit \u00fcber den Leistungsstand des Chores zu bekommen, meldeten wir uns zur Teilnahme am Leistungssingen der Stufe I zum Meistersingen im Jahre 1973 an. Die H\u00fcrde wurde gl\u00e4nzend genommen, so dass die Teilnahme an der Stufe II im Jahr 1974 beschlossene Sache war. Das Ergebnis berechtigte uns zur Teilnahme am Bundesleistungssingen 1975 in Gummersbach. Zum Titel Meisterchor hat unsere Leistung leider nicht ganz gereicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 1973 wurde in Kleinenbroich die Mehrzweckhalle fertig gestellt. Unsere j\u00e4hrlichen Konzerte und sonstige gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen verlagerten sich ab diesem Zeitpunkt in diese R\u00e4umlichkeiten. Im Jahre 1979 vergab der S\u00e4ngerbezirk Grevenbroich sein Bezirksleistungssingen nach Kleinenbroich. Am 11. M\u00e4rz 1979 waren wir Gastgeber von 13 ausw\u00e4rtigen Ch\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1975 fand die kommunale Neugliederung statt. F\u00fcnf ehemals selbstst\u00e4ndige Gemeinden wurden zur Stadt Korschenbroich zusammen gef\u00fchrt. Dies f\u00fchrte unter anderem dazu, dass in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturamt ein Zuschussprogramm f\u00fcr die musikalisch t\u00e4tigen Vereine entwickelt wurde, welches auch noch heute &#8211; wenn auch reduziert Bestand hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist uns ein Anliegen, an dieser Stelle die besonderen Verdienste unseres Chorleiters Johannes Br\u00f6ckers zu erw\u00e4hnen. Herr Br\u00f6ckers wurde im Jahre 1982 von einer schweren Krankheit heimgesucht. Daher \u00fcbernahm im September 1982 sein damaliger Sch\u00fcler Theo Dahmen in Vertretung die Probearbeit, die im November des gleichen Jahres mit einem gro\u00dfen Konzert mit Olivia Molina gekr\u00f6nt wurde. Im Mai 1983 mussten wir endg\u00fcltig von Johannes Br\u00f6ckers Abschied nehmen. Dies f\u00fchrte dazu, dass Herr Theo Dahmen neben seinem Studium offiziell die Chorleitung bis 1986 \u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach verpflichteten wir den sp\u00e4teren Kreis-Chorleiter und heutigen Studiendirektor am Gymnasium Korschenbroich Reinhard Granz als musikalischen Leiter. Herr Granz verliess uns aus beruflichen Gr\u00fcnden im Jahre 1988.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1987 erfolgte eine bedeutende \u00c4nderung in unserer Probearbeit. Nach 133 Jahren im Gasthof zur Post Rudolf Jordans waren wir dort nicht mehr erw\u00fcnscht und mussten uns eine neue Heimat suchen. Diese fanden wir in der Gastwirtschaft Krummen, Hohe Br\u00fccke, wo wir damals schon unsere Familienfeste feierten. Der Gasthof zur Post wurde 2001 nach dem Tode des letzten Besitzers mit Namen Jordans geschlossen und umgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachfolger von Herrn Granz als Chorleiter wurde bis zu seiner Versetzung im Jahre 1992 Herr Matthias Krella. F\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre konnten wir nochmals Theo Dahmen f\u00fcr uns gewinnen. Ab Januar 1995 verpflichteten wir unseren heutigen Chorleiter Georg Schillinger, welcher bereits im jungen Alter von 25 Jahren \u00fcber eine erstaunliche Souver\u00e4nit\u00e4t verf\u00fcgte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Eintracht&#8220; Kleinenbroich kann sich r\u00fchmen, hinsichtlich Vereinsf\u00fchrung best\u00e4ndig zu sein. Nachdem Kurt Maa\u00dfen 1984 den Vorsitz niederlegte, \u00fcbernahm der langj\u00e4hrige 2. Vorsitzende Gerhard H\u00fclser den Vorsitz f\u00fcr zwei Jahre, um ihn dann 1986 in die H\u00e4nde von Rudi Schlicker zu legen. Von 1990 bis 1998 f\u00fchrte Hubert Mostert den Verein als Vorsitzender. Um die Vereinsf\u00fchrung wegen des nahenden Jubil\u00e4umsjahres in j\u00fcngere H\u00e4nde zu legen, wurde im Januar 1999 Karl R\u00f6nsberg diese wichtige Aufgabe \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den eigentlichen Aufgaben eines M\u00e4nnergesangvereins werden auch die geselligen Seiten sehr gepflegt. Wir verweisen auf die j\u00e4hrlichen Familienfeste, welche auch als hervorragende karnevalistische Veranstaltungen angesehen werden k\u00f6nnen. Durch die Errichtung bzw. den Ausbau der Realschule in Kleinenbroich verf\u00fcgen wir \u00fcber einen weiteren exzellenten Veranstaltungsraum, n\u00e4mlich das &#8222;Forum&#8220;. In diesem Saal finden seit dem Jahre 2000 unsere allj\u00e4hrlichen Konzerte statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Situation der Gastronomie in Kleinenbroich brachte uns hinsichtlich der Prober\u00e4ume 1995 in arge Bedr\u00e4ngnis. Dank der Weitsicht und der guten Kontakte zur Politik und Stadtf\u00fchrung unseres Vorsitzenden Hubert Mostert konnte erreicht werden, dass der alte Bahnhof Kleinenbroich zum Vereinsheim hergerichtet wurde. Im Januar 1996 begann der Umbau dieses Geb\u00e4udes. W\u00e4hrend die Stadt Korschenbroich die Geldmittel f\u00fcr Baumaterial zur Verf\u00fcgung stellte, haben viele ehrenamtliche, handwerklich geschickte Vereinsmitglieder den Innenausbau vollzogen. Beteiligt daran waren neben S\u00e4ngern auch Mitglieder der AWO, des Heimatvereins und Sport \u00c4ltere Generation. Man kann davon ausgehen, dass weit mehr als 2000 Arbeitsstunden bis zur endg\u00fcltigen Fertigstellung geleistet worden sind. Unerm\u00fcdlicher Einsatz machte es m\u00f6glich, dass bereits im Mai 1996 das Untergescho\u00df f\u00fcr einen Empfang der Stadt Korschenbroich f\u00fcr G\u00e4ste aus der Partnerstadt Carbonne zur Verf\u00fcgung stand. Dank des Einsatzes so vieler ehrenamtlicher Helfer konnte das unter Denkmalschutz stehende Geb\u00e4ude in den jetzigen Zustand versetzt werden. Ob ohne diesen enormen Einsatz der Vereine dieses Geb\u00e4ude noch brauchbar w\u00e4re, kann bezweifelt werden. Die Chormitglieder haben ca. 800 Arbeitsstunden am neuen Vereinslokal, welches wir seit 1997 benutzen, geleistet. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber muss erw\u00e4hnt werden, dass neben den bereits genannten Vereinen auch die beiden Kleinenbroicher Blasorchester ihre Heimstatt im ehemaligen Bahnhof gefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben unseren &#8222;normalen&#8220; Chorauftritten sei auch erw\u00e4hnt, dass wir in unserer Pfarrkirche Messen mitgestalten, was f\u00fcr einen weltlichen M\u00e4nnerchor durchaus nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Wir verf\u00fcgen \u00fcber ein beachtliches Repertoire an kirchlicher Chormusik. Dadurch war es uns m\u00f6glich, bei unseren Ausfl\u00fcgen in vielen bekannten Kirchen aufzutreten. Dazu z\u00e4hlen auch unsere j\u00e4hrlichen Auftritte in der D\u00fcsseldorfer St. Lambertus Basilika. Immer am Bu\u00df- und Bettag findet eine Gedenkmesse der Altst\u00e4dter B\u00fcrgergesellschaft (ABG) statt. Diesen Gottesdienst gestaltet die &#8222;Eintracht&#8220; musikalisch mit. Hieraus hat sich eine enge Freundschaft entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz besonders erw\u00e4hnen m\u00f6chten wir den im Jahre 1921 gegr\u00fcndeten Grenadierzug &#8222;Eintracht&#8220;, welcher aus einigen S\u00e4ngern gebildet wird. Wie bereits der Name ausdr\u00fcckt, besteht hier eine gewisse personelle Einheit. Dies bedeutet, dass der M.G.V &#8222;Eintracht&#8220; sich aktiv am Sommerbrauchtum, d. h. am Sch\u00fctzenfest, beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Abschluss der Chronik bildet ein Ausblick in die Zukunft: Eine Auffrischung unserer S\u00e4ngermannschaft t\u00e4te uns ganz gut, obwohl die Zahl der S\u00e4nger sich in den letzten 40 Jahren konstant gehalten hat. Unser Liedgut wird sich in Zukunft, wie es schon im Laufe der vergangenen 150 Jahre geschehen ist, immer weiterentwickeln. Das Augenmerk richtet sich, wie schon in den letzten Jahren zu sehen war, weiterhin auf neue Melodien und Themen, wobei der Bezug auf das Alte nicht verloren geht. Unser Jubil\u00e4umskonzert mit Gunther Emmerlich und den Ch\u00f6ren aus Mei\u00dfen und Ala hat uns erfreulicherweise jungen S\u00e4ngernachwuchs beschert. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Chronik schauen wir nun auf \u00fcber eineinhalb Jahrhunderte S\u00e4ngertradition zur\u00fcck und freuen uns, bei gegebenen Anl\u00e4ssen wie gr\u00fcnen Hochzeiten, Goldhochzeiten, Jubil\u00e4en und Konzerten diese Tradition auch in den n\u00e4chsten Jahrzehnten weiterzuleben und zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Stand 2003)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung des Vereins f\u00e4llt in das Jahr 1854. 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